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Malente-Seminar zur Kommunalpolitik

Liebe Kieler Jusos,
hinter uns liegen anstrengende Wahlkämpfe in diesem Jahr. Auch wenn die Ergebnisse leider kein Erfolg waren, können wir doch wenigstens auf gute und kreative Aktionen im Wahlkampf zurückblicken. Vom Frühjahr bis Sommer haben viele Jusos gemeinsam angepackt und für sozialdemokratische Politik gekämpft. Darauf können wir stolz sein und als Juso-Kreisvorstand danken wir euch nochmals herzlich für euer Engagement!
Nun stehen am 6. Mai 2018 einmal die Kommunalwahlen in Kiel an und wir haben die große Chance, aus Fehlern zu lernen und ein Zeichen für die Erneuerung der Partei zu setzen. Mit unseren elf Direktkandidatinnen und -kandidaten im Juso-Alter haben wir dafür die besten Voraussetzungen und wir möchten alles geben, damit diese in die Ratsversammlung einziehen werden. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir genügend junge motivierte Menschen in unserer Partei haben, um der SPD in Zukunft ein neues Gesicht zu geben.
Für einen erfolgreichen Wahlkampf brauchen wir natürlich auch wieder euren Einsatz. Die zahlreichen Neubeitritte in Kiel zeigen uns dabei, dass junge Menschen weiterhin für sozialdemokratische Politik einstehen und am Erneuerungsprozess teilhaben möchten. Diese wollen wir auch mit einbinden und im kommenden Wahlkampf auf Gemeinschaft und Solidarität setzen. Daher laden wir euch herzlich zu unserem Kommunalwahlkampfseminar ein:
Wo: In der Gustav-Heinemann Bildungsstätte in Malente-Gremsmühlen
Wann: Vom 19. bis zum 21. Januar 2018
Kosten: Pro Person kostet das Wochenende 25€ inkl. Unterkunft und Verpflegung. Wer einen Solidaritätsbeitrag leisten möchte, ist herzlich eingeladen 30€ zu überweisen.
Was euch erwartet: Ziel ist es, uns gegenseitig kennenzulernen und uns gemeinsam auf einen guten Wahlkampf vorzubereiten. In Vorträgen und Diskussionsrunden könnt ihr mit unseren Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl ins Gespräch kommen. Außerdem wollen wir euch in Workshops über die Grundzüge der Kommunalpolitik informieren und euch unsere Ideen für den Wahlkampf, sowie unser Jugendwahlprogramm näher bringen. Natürlich ist auch ein entspanntes Rahmenprogramm und Erholung zwischendurch eingeplant.
Es stehen 15 Plätze für euch bereit. Anmelden könnt ihr euch unter graner.jusoskiel@yahoo.com . Über den genauen Programmablauf und die einzelnen Themen der Vorträge und Workshops werden wir euch in Kürze informieren. Wendet euch bei Fragen natürlich gerne über Facebook oder Mail an uns.
Wir freuen uns darauf, mit möglichst vielen von euch nach Malente zu fahren und wünschen euch bis dahin
eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!
Euer Juso-Kreisvorstand Kiel

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Unser Jugendwahlprogramm

Unsere Stadt der Zukunft gestalten: Diesen Titel trägt das von der Mitgliederversammlung Anfang November beschlossene Jugendwahlprogramm zur Kommunalwahl 2018. Unsere Vorstellungen von der Kieler Entwicklung sollen Teil des Wahlprogramms der SPD werden uns einen Rahmen bilden für das Handeln unserer Ratsmitglieder in den nächsten fünf Jahren. Das Programm entstand in einem Prozess über mehrere Monate mit World Cafes, Schreibrunden und Mitgliederversammlungen. Beteiligt waren neben den 11 Juso-Kandidierenden für die Ratsversammlung alle interessierten Mitglieder des Kreisverbands.

Am 27. Januar findet der Kreisparteitag statt, auf dem wir unsere Ideen einbringen werden.

Die Kommunalwahl findet am 6. Mai statt.

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Rechenschaftsbericht zum Kreisparteitag 2017

Bericht der Jusos Kiel zum ordentlichen Kreisparteitag 2017

Im Berichtszeitraum seit dem letzten ordentlichen Parteitag 2016 haben wir uns mit verschiedenen Themen beschäftigt und unsere Positionen auf der Juso-Landeskonferenz, dem Kreisparteitag und im Kreisausschuss eingebracht.

Inhaltliche Arbeit

Im vergangenen Jahr haben wir uns inhaltlich breit aufgestellt und engagiert. In unseren Theoriezirkeln haben wir unter anderem die Themen „Flüchtlingskriminalität“, Brexit und die Wahlen in den USA behandelt. Insbesondere haben wir uns mit dem Öffentlichen Nahverkehr beschäftigt und u.a. die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel im Rahmen der Juso-Praxiswoche besucht. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit lag nach wie vor im Engagement für Geflüchtete, wobei wir mit der Juso-Hochschulgruppe zusammenarbeiten. Außerdem haben wir uns im Vorfeld der Nominierungen der SPD-Direktkandidaten für die Landtags- und Bundestagswahl aktiv und kritisch mit den Kandidaten auseinandergesetzt, um hierbei auf besondere Juso-Interessen hinzuweisen. Diese Arbeit haben wir mit unseren Anträgen an das Wahlprogramm auf der inhaltlichen Ebene fortgeführt. Welche Anträge wir im Juso-Landesverband und der SPD Kiel eingebracht haben, findet ihr in unserer Beschlussdatenbank unter www.beschluesse.jusos-kiel.de

Aktivitäten

10_britta-ernst_10Im Berichtszeitraum haben wir uns etwa einmal im Monat zu Vorstandssitzung, oft mit anschließendem „Juso-Treffen“ in verschiedenen Kneipen, getroffen. Zweimal haben wir zu Neumitgliedertreffen eingeladen, bei denen wir jeweils prominente Gäste begrüßen konnten: Im Mai berichtete Jürgen Weber aus seinen Erfahrungen innerhalb der SPD und aus dem Landtag. Im November diskutierte Ulf Kämpfer mit uns über städteplanerische Probleme und Möglichkeiten in Kiel und gab einen ersten Ausblick auf die Kommunalwahl 2018. Die anstehende Wahl war für uns darüber hinaus ein wichtiges Anliegen, weswegen wir eine Juso- Kommunalrunde eingerichtet haben, die sich seit November 2016 alle zwei Monate trifft, um jungen Menschen den Weg in die Kommunalpolitik zu erleichtern. Außerdem haben wir uns insbesondere um Schüler*innen bemüht. Dafür haben wir an der Stundenplanverteilaktion der Jusos SH teilgenommen und im November eine Veranstaltung mit Britta Ernst organisiert, bei der wir uns mit der Ministerin über die Bildungspolitik im Land austauschen konnten.

Juso-KV aktuell

Am 11. Juni 2016 hat die Jahreshauptversammlung Christoph Beeck, Lea Hinrichsen, Patrick Kühl, Jannick Schultz, Knud Traulsen, Adrian Knapik, Adrian Zelmann, Anna-Lena Walczak und Christina Schubert als Kreisvorstand gewählt. Im Oktober wurde Jebril Ali als Vertreter der Schüler*innen kooptiert. Im Januar wurde Janne Nissen in den Vorstand nachgewählt, da Lea diesen verlassen hatte. Der Kreisverband hat aktuell 355 Mitglieder, davon etwa 25% Frauen. Die 35 Neumitglieder des letzten Jahres wurden von uns mit einem Neumitgliederpaket begrüßt.

Keine Debatte ohne das Rotkielchen

rotkielchen_45_1_titelIm Februar 2016 ist die Ausgabe 2 im 44. Jahrgang erschienen. Auf dem Titel griffen wir die aktuelle Situation der Landes-CDU auf, im Heft gab es einen internationalen Schwerpunkt, aber auch Überlegungen zu neuen Abgeordneten für Kiel. Somit bleibt das Rotkielchen weiterhin ein wichtiges Magazin, welches junge Menschen für Politik interessieren und gleichzeitig die Debatten innerhalb der SPD beleben soll.

Im November kam dann die Ausgabe 45/1 mit unserem Oberbürgermeister auf dem Titel. In Kürze wird dann auch 45/2 erscheinen und damit 45 Jahre Rotkielchen voll machen. Ihr könnt übrigens auch Rotkielchen- Förder- Abonnent_in werden – schreibt uns unter rotkielchen@jusos-kiel.de oder besucht www.foerderabo.rotkielchen.de.

Für weitere Infos lohnt sich ein Blick auf unsere Homepage: www.jusos-kiel.de oder unsere facebook-Seite www.facebook.com/jusoskiel.
Für den Juso-Kreisvorstand,

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Triff die Bildungsministerin!

Am 15. November hatten wir Abends Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst zu Gast. Ziel der Veranstaltung war, neben dem konkreten inhaltlichen Austausch, Schüler_innen die Möglichkeit zu geben mit Politik in Kontakt zu kommen und eine Politikerin zu treffen, die sie sonst im Fernsehen oder der Zeitung sehen. Die Moderation übernahm Jebril, der bei uns im Vorstand für die Schüler_innen-Gruppe zuständig und auch auf Landesebene in dem Bereich aktiv ist.
Zu Beginn stellte sich Britta in einem kleinen Interview vor. Noch zu Schulzeiten wurde sie selbst politisch aktiv und arbeitete dann längere Zeit bei den Jusos Hamburg mit. Neben Fragen von Bildungsgerechtigkeit bewegte sie damals vor allem die politische Umsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Das Gespräch mit Schüler_innen ist ihr auch heute noch sehr wichtig. Wenn sie als Bildungsministerin Schulen im Land besucht, möchte sie immer gerne auch die Positionen der Schülerschaft hören.
Anschließend stellte sie die vier Schwerpunkte ihrer Arbeit vor: Qualität von Schulen und Unterricht, Inklusion, Lernen mit digitalen Medien und Berufliche Bildung. Zum Erreichen der Ziele in diesen Bereichen will sie den Schulen nicht jedes Detail vorschreiben, sondern setzt auf die Initiative vor Ort. Auch bei Fragen der Inklusion stimmten alle darin überein, den seit 25 Jahren erfolgreich beschrittenen Weg fortzusetzen. Schulen sind ein idealer Ort, um die Normalität der Verschiedenheit zu erleben. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren gute Reformen angestoßen, gerade erst hat eine Studie gezeigt, dass wir im Ländervergleich auf vorderen Plätzen landen.
Zu ihren Schwerpunkten aber auch zu allen anderen Bildungsthemen, die die Teilnehmer_innen interessierten, führten wir eine offene Diskussion, aus der man auch wirklich etwas mitnehmen kann. Dabei berührten wir auch die Debatte, was Unterrichtsinhalt sein soll. Mehr praktisches Wissen über Steuern und Mieten? Oder klassische Bildung zum Formen von Persönlichkeit und Fähigkeiten? Über diese Themen wollen die Interessierten Teilnehmer_innen zukünftig in einer Schüler_innen-Grupe diskutieren. Das erste Treffen findet am 23. November ab 18:00 Uhr im Walter-Damm-Haus statt!

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Im Rahmen der Praxiswoche der Jusos SH besuchten wir die SFK

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Auf der Brücke der “Bülk” (v.l.) Ansgar Stalder (Betriebsleiter SFK), Jebril Ali, Christoph Beeck, Anna-Lena Walzcak, Benjamin Raschke

Vom 17. bis 23. Oktober 2016 haben die Jusos Schleswig-Holstein zum dritten Mal eine Praxiswoche durchgeführt. In diesem Zeitraum besuchten Jusos aus den einzelnen Kreisverbänden Unternehmen, Initiativen, Einrichtungen und soziale Träger, um einen Tag lang die Arbeit und Situation vor Ort kennenzulernen. Auch Mitglieder aus dem Kreisverband Kiel nahmen in diesem Jahr an der Aktion teil und besuchten zu viert die Schlepp- und Fährgesellschaft (SFK). Anna-Lena Walzcak, Jebril Ali, Christoph Beeck (alle Kreisvorstand) und Benjamin Raschke (Ratsherr) informierten sich über die Besonderheiten des ÖPNV in einer Lage am Meer und rund um die Kieler Förde.

Schon beim Betreten des Betriebsgeländes geht es besonders los: Wenn man an der Kaistraße nach dem Gebäude der SFK sucht, wird man beim Blick in die Häuserreihe nicht fündig, sondern muss auf die Hörn blicken. Der Geschäftsführer der SFK, Andreas Schulz, und der Betriebsleiter, Ansgar Stalder, begrüßten uns auf dem dort schwimmenden Ponton, auf dem alle Werkstätten, Verwaltungsräume und Sozialbereiche untergebracht sind, sodass die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit auch abseits der Schiffe immer das Wasser im Blick haben. Seit Jahren spart diese clevere Lösung viele Mietkosten. Nach einem kleinen Rundgang durch dieses Hausboot erläuterten uns die beiden in einem Vortrag die Geschichte, Struktur und grundsätzliche Herausforderungen des Unternehmens. Vor etwa 20 Jahren wurde die SFK aus der damaligen Kieler Verkehrs AG herausgelöst und ist eine 100%-Tochter der Landeshauptstadt Kiel. Die 52 Mitarbeiter, davon im seemännischen Bereich nur Männer, obwohl man sich über weiblichen Nachwuchs freuen würde, erwirtschaften im Jahr über 7 Mio Euro Umsatz, davon 75% durch das Schleppgeschäft. Die Erlöse aus diesem ermöglichen die Durchführung des defizitären Wasser-ÖPNVs, der auf eigenes Risiko ohne Verkehrsvertrag angeboten wird. Aktuell gibt es die Schwentinelinie (F2), die ab Reventlou in 10 Minuten bei kostenloser Fahrradmitnahme nach Dietrichsdorf übersetzt und gut durch Studierende angenommen wird, sowie die Fördelinie (F1), die ab dem Bahnhof acht und im Sommer sogar elf Anleger bis Strande und Laboe miteinander verbindet. Da qualifizierter Nachwuchs häufig schwierig zu bekommen ist, bildet die SFK selbst (aktuell drei) Mechaniker aus und bietet den Beschäftigten Weiterbildungen an, mit denen sie an der Seefahrtschule in Bremen Patente erwerben können. Im Laufe der Unternehmensgeschichte gelang es, aus einem Millionendefizit einen Überschuss zu machen und ein besseres Angebot zu unterbreiten als durch private Partner, was zeigt, dass auch der Staat mit seinen Betrieben erfolgreich sein kann. Trotz des Defizits und der geringen Frequentierung durch Passagiere waren sich alle einig, dass die Fördeschifffahrt zum Kieler Markenkern gehört und den besonderen Charme der Stadt unterstreicht. So erinnerten sich Anna-Lena und Jebril noch genau an ihre ersten Fahrten mit der Fähre an den Strand.

 

Um Perspektiven und Probleme ging es auch im sich anschließenden Gespräch. Christoph fragte nach 03_img_3078Ausbaupotenzialen zur besseren Verknüpfung der Ufer und zur Entlastung des Busverkehrs, wie wir es Anfang des Jahres  gefordert hatten. Aufgrund von Sicherheitsbestimmungen in der Förde ist eine schnellere Fahrt der Fähren mit wesentlichen Zeitersparnissen nicht umsetzbar, sodass die Fähren weiterhin in der Regel für eine vergleichbare Strecke deutlich länger als Busse der KVG brauchen. Auch eine dichtere Taktung oder mehr Querverbindungen bedeuten für das Unternehmen zwar deutlich höhere Kosten, bringen aber kaum neue Passagiere. Einen leichten Zeitgewinn und eine bessere Nutzbarkeit und damit vielleicht einen leichten Anstieg der Fahrgastzahlen werden die ab 2018 neu zu beschaffenden Schiffe sein, die barrierefrei, mit besserem Einstieg, mit mehr Raum für Fahrräder und sogar noch umweltfreundlicher als jetzt schon sein werden. Für das kleine Unternehmen bedeutet dies aber auch einen großen finanziellen Aufwand, der zu einem zeitweisen Zuschussbedarf durch die Stadt führen kann. Auch wenn unsere Ideen sich fürs Erste in Luft aufgelöst haben, konnte man sehr schön den Sinn solcher Besuche sehen, die Ideen und Theorien gleich hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit abklopfen können. Für zukünftige Ideen bot uns der Geschäftsführer an, uns jeder Zeit mit ihm in Verbindung zu setzen.

Der Austausch blieb nicht einseitig, sondern auch wir können Anregungen mitnehmen. In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Ausfallzeiten und teuren Reparaturen bei den Schiffen durch Angelschnüre in den Schrauben und zuletzt leider auch zu schweren Verletzungen von Mitarbeitern, die sich die Hände durch Angelhaken aufgerissen haben. Benni wird als Ratsherr klären, wie hier ein besserer Schutz umgesetzt werden kann und ob der Wunsch der SFK nach “Angel-freien Zonen” rund um die Betriebsstätten realisierbar ist.

 

Zur nächsten Landtagswahl setzen sich die Jusos im SPD-Wahlprogramm für mehr öffentliches WLAN ein. Diesen Schritt gehen die Verkehrsanbieter in Kiel bereits. Die SFK richtet auf ihren Schiffen das kostenlose KN-WLAN ein und auch die KVG, deren Geschäftsführer Herr Schulz ebenfalls ist, wird die Haltestellen mit Fahrgastanzeiger entsprechend ausstatten. Bei den Bussen ist das auch technischen Gründen nicht möglich. Bei diesem kleinen Abstecher in den straßengebundenen ÖPNV konnte er auch von den Plänen der KVG berichten, die Linie mit Hilfe moderner Ladetechnik an den Endhaltestellen als Erste auf einen Hybrid- und dann Elektrobetrieb umzustellen. Zur Verbesserung des Fahrkomforts und der Auslastung des Raums im Bus werden auf dieser Linie in Kürze etwas längere Busse mit vier Türen angeschafft, die den großen Andrang morgens zur Fachhochschule besser  bewältigen sollen.

07_img_3075Zum Abschluss gingen wir etwa 100 Meter auf die andere Seite der Klappbrücke und besichtigten noch den Schlepper “Bülk”. Die “Bülk” ist Notfallschlepper des Bundes fährt ist für einen Anruf des Havariekommandos ständig bereit. Daneben übernimmt sie aber auch normale Schleppaufgaben an der Schleuse oder für Kreuzfahrtschiffe, die sie auch mit Wasserfontänen begrüßt. Letzteres stellt einen Standortvorteil für den Kieler Hafen dar, da heimische Schlepper verfügbar sind. Bei Einsätzen im entfernteren Bereich leben die Seeleute einige Tage in beengten Verhältnissen. Der Schlepper ist durch seine Maschinen und Ruder sehr wendig und kann sich auf engstem Raum den Herausforderungen anpassen. Herr Stalder, der Betriebsleiter, erläuterte die besonderen Fähigkeiten der Bewegung des Schiffes und die verschiedenen Arten der Schlepphilfe.

Wir sind der SFK sehr dankbar für diesen Blick hinter die Kulissen und die Möglichkeit, die praktische Umsetzung hinter politischen Entscheidungen zu betrachten und besprechen. Für unsere Diskussionen zur Stadtentwicklung, die wir bis zur Kommunalwahl 2018 führen möchten, können wir viel mitnehmen.

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Kein (Park) Platz für Nationalismus

Gemeinsamer Aufruf: Kein (Park)Platz für Nationalismus!

Frei.Wild ist eine deutschsprachige “Deutschrock”-Band, die am 9. April in Kiel in der Sparkassenarena auftreten soll. Frei.Wild geben sich selber bewusst als unpolitische, geschichtsunwissende Band. Damit widersprechen sie einem viel zu großen Teil ihrer Fans und ihren Texten. Wenn ein Album „Opposition“ genannt wird und eine unpolitische Band repräsentieren soll, sollte die Authentizität der Gruppe angezweifelt werden.

Zudem lässt die Gruppe bewusst durch die lyrische Maßnahmen Interpretationsraum und Mehrdeutigkeiten ihrer Texte zu. Wenn Themen wie Heimat, Patriotismus und Traditionen angesprochen werden, sind Menschen mit rechtem Hintergrund in einer großen Fanbasis nicht verwunderlich.

Insbesondere in Zeiten in denen rechte Gruppen und Parteien einen Aufwind erfahren, Geflüchteten Unterkünfte brennen und Intoleranz und Hass kursieren bieten die Texte von Frei.Wild den Nährboden für völkisches, nationalistisches und rechtes Gedankengut.

In verschiedenen Liedern sorgt Frei.Wild dafür, dass islamophobe Ansätze musikalisch vertreten werden. So beschweren sie sich in ihrem Lied “Brixen”, dass “Bauten fremder Welten” scheiße wären. In dem Song “Land der Vollidioten” beschwert sich die Südtiroler Gruppe, dass Kreuze aus Schulen entfernt werden aus Respekt vor andersgläubigen Kindern. Dass die Schule nicht für eine religiöse Bildung stehen sollte, sondern dass die Religionsfreiheit besonders in staatlichen Institutionen umgesetzt werden muss, wird außer Acht gelassen.

Die Texte von Frei.Wild sind nationalistisch, islamophob und völkisch. Sie sind bewusst mehrdeutig und geben so Menschen mit rechtsradikaler Gesinnung die Möglichkeit, sie mit ihren Inhalten zu füllen. Das fördert die Hetze von AfD und PEgIdA.

Wir haben kein Bock auf Frei.Wild in Kiel! Darum bieten wir durch unsere Aktion „Kein (Park)Platz für Nationalismus“ Frei.Wild Fans die einmalige Gelegenheit bei der langen Parkplatzsuche in der Kieler Innenstadt mal so richtig genau hinzuhören und festzustellen warum die Songtexte von Frei.Wild völkisch und nationalistisch sind und warum es eine beschissene Idee sein könnte, dazu zu feiern – insbesondere in Zeiten in denen Rassismus und Hass alltäglich sind.

Flyer_Frei.Wild

Aktion: Am 9. April treffen wir uns um 18:30 Uhr am Exerzierplatz, Ecke Schülperbaum und wollen dann als Demonstrationszug mehrmals um den Exerzierplatz marschieren und somit auch die Zufahrt erschweren.

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Stolpersteine putzen am Kleinen Kuhberg

stolpersteine2In der Nacht vom 09. auf den 10.11.1938 wurde vom nationalsozialistischen Regime die Reichspogromnacht durchgeführt, bei der etwa 400 Menschen ermordet und 1.400 Synagogen und jüdische Einrichtungen zerstört wurden.
In Gedenken an diese Taten haben wir als Jusos Kiel und Jusos Schleswig-Holstein am 9. November 2015 symbolisch die Stolpersteine rund um das Walter-Damm-Haus am Kleinen Kuhberg wieder aufgebessert.

Damit sollte der Opfer der NS-Zeit gedacht werden. Am Kleinen Kuhberg liegen zahlreiche Stolpersteine, da dieser im alten Gängeviertel lag, in dem traditionell viele jüdische Kielerinnen und Kieler lebten. Informationen zu den Bewohnern findet ihr unter http://www.kiel.de/kultur/stadtgeschichte/stolpersteine/

In Gedenken haben wir vor den ehemaligen Wohnhäusern ihre Stolperstein poliert, Rosen niederlegt und Stationen des Lebens Revue passieren lassen. An dieser Stelle vielen Dank an Benjamin Fürstenberg für das Spenden der Rosen.

Niemals vergessen!

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Olympia für Kiel?

olympia-vaKiel & Hamburg wollen sich für die Olympischen Spiele 2024 bewerben. Am 29. November wird dazu ein Bürgerentscheid durchgeführt werden. Im Vorfeld wollten wir unseren Mitgliedern und allen weiteren Interessierten die Möglichkeit geben, ihr Wissen zu den Spielen zu erweitern und sich ein besseres Urteil zu bilden. Deshalb haben wir am 11. November zur Veranstaltung „Olympia für Kiel?“ eingeladen, zu der etwa 20 Personen erschienen. Nach einer Sammlung von Pro- und Contra-Argumenten und deren Priorisierung ging es dann in die lebhafte und sachliche Diskussion. Am Ende konnten die Teilnehmenden auf einer Skala ihren Standpunkt markieren, sie entschieden sich je zur Hälfte für und gegen Olympia.

Hier die gesammelten Argumente:

PRO 

1. Infrastruktur

2. Tourismus, Prestige/Tradition, besseres Image

3. Infrastruktur im Segelsport, langfristiger Ausbau des Segelstandortes, Förderung Sportnachwuchs, Wasserqualität verbessert

4. Gemeinschaftsgefühl, tolle Veranstaltungsform

5. IOC beeinflussbar bzgl. Richtlinien

 

KONTRA

1. Kosten nicht kalkulierbar, Kostenproblem, Sinnhaftigkeit Investitionen

2. werbende Unternehmen mit Steuerfreiheit, Sonderrechte IOC, Werbung, IOC kein vorbildliches Unternehmen

3. Demoverbot, Überwachungsmaßnahmen

4. andere politische Themen vernachlässigt

5. kaum Aufmerksamkeit

 

fraglich/schwer zuordbare Argumente

– unklarer Nutzen der Investitionen

– Olympia-Umfang reduzieren

– Nachhaltigkeit

– sinnvolle Investitionen seitens Bund

 

Unter dieser Adresse findet man noch weitere Informationen zum Bürgerentscheid sowie die Machbarkeitsstudie: http://www.kiel.de/leben/sport/olympische_segelwettbewerbe/

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Erste Wahl zum Jungen Rat

Vom 16. bis 20. November wird in Kiel zum ersten Mal ein Kinder- und Jugendbeirat gewählt. Um die wahlberechtigten 12-19-jährigen darüber zu informieren, was da überhaupt gewählt wird und um sie zur Stimmabgabe zu motivieren, haben wir einen Jungwählerflyer entworfen, den wir ab dem 2. November vor den Kieler Schulen verteilen. Den Flyer könnt ihr hier als PDF lesen.

Auch ein Mitglied der Jusos Kiel kandidiert: Wir wünschen Joseph viel Erfolg. Hier findet ihr seine Vorstellung: Flyer Joseph

Hier findet ihr einige Eindrücke unserer morgendlichen Verteilaktionen:

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Ernst-Barlach-Gymnasium

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Gemeinschaftsschule Friedrichsort

Goethe-Gemeinschaftsschule

Goethe-Gemeinschaftsschule

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RBZ Technik & Hans-Geiger-Gymnasium

 

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Der Staat gegen Fritz Bauer

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„Der Staat gegen Fritz Bauer“ – Diesen interessanten und bewegenden Film haben wir am 11. Oktober  mit etwa 15 Jusos und der Kieler SPD im Studio-Kino gesehen.
Fritz Bauer war Sozialdemokrat, Jude, Reichsbanner-Mann, schwul und seinem Gewissen verpflichteter Jurist, also alles, was die Nazis hassten. Nach dem Ende des „Dritten Reichs“ kehrte er zurück und wurde in Hessen Generalstaatsanwalt. Dort führte er in den 1960er Jahren die Auschwitz-Prozesse und fand Adolf Eichmann in Argentinien.
Er leistete somit einen großen Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte, während gleichzeitig im ganzen Land zahlreiche Kriegsverbrecher unbehelligt in hohen Positionen tätig waren.

Neben dem geselligen Aspekt, den solche Veranstaltungen neben der üblichen Sitzungsarbeit mit sich bringen und der für eine gute Verbandsstimmung und Zusammenhalt sorgt, lohnt es sich auch immer, einen Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen. Mit der nicht immer ruhmreichen Geschichte haben wir uns 2013 schon beschäftigt und uns erfolgreich für die Umbenennung des Hindenburgufers (jetzt Kiellinie) eingesetzt. Auch hier hatten die meiste Zeit Verdrängung und Revisionismus den Ton angegeben.

Die Handlung des Films kurz umrissen:

1957 liegt der Nationalsozialismus hinter Deutschland, doch all jene, die unter Hitler furchbare Verbrechen begingen, sind noch längst nicht gefasst. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) beschäftigt sich mit der Aufklärung der damaligen Schreckenstaten.
Nachdem der Krieg zwölf Jahre vorüber ist, erhält der Anwalt einen wertvollen Hinweis zum Verbleib des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann (Michael Schenk). Zusammen mit Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) setzt sich Bauer auf dessen Spur. Doch den Behörden ist offensichtlich nicht sehr viel daran gelegen, dass der flüchtige Eichmann gefunden wird. Akten verschwinden und Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf) scheinen die Ermittlungen sogar bewusst zu manipulieren. Bauer und Angermann beginnen erbittert, für Gerechtigkeit zu kämpfen, doch der Feind bleibt unsichtbar und wirkt übermächtig. (Quelle: Moviepilot.de)