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Auf den Spuren der Kieler Energiewende: Unser Kraftwerkbesuch

Im Rahmen unserer Praxiswoche hatten wir Jusos am 23. März die Möglichkeit die Baustelle des neuen Küstenkraftwerkes K.I.E.L. am Kieler Ostufer zu besichtigen. Auch dabei waren drei unserer jungen Kandidierenden für den Rat, Christina Schubert, Annika Schütt und Daniel Pollmann. Teil des Besuchs war ein Vortrag über den aktuellen Stand der Bauarbeiten, eine Führung über die Baustelle und ein Gespräch mit dem Betriebsrat. Ziel der Praxiswoche ist es Unternehmen in unserer Stadt zu besuchen und etwas über die heimische Wirtschaft zu lernen.

Sehenswert und hoch interessant war es vor allem, weil die Technologie, welche hier zum Einsatz kommt, bisher einmalig in Europa ist und ein Zeichen in Sachen innovativer Energieversorgung setzt. Das Kraftwerk besteht aus 20 Gasmotoren, welche nicht nur deutlich weniger CO² ausstoßen als das bisherige Kohlekraftwerk, sondern auch sehr flexibel in der Energieproduktion sind. Je nachdem ob es zum Beispiel bei der Stromerzeugung aus den umliegenden Windkraftanlagen eine Über- oder Unterversorgung gibt, können die Gasmotoren einzeln hinzu- oder abgeschaltet werden, sodass sie immer bedarfsgerecht und effizient produzieren. Vorteilhaft ist dabei auch, dass die Motoren in weniger als 5 Minuten auf ihre volle Leistung von 190 Megawatt hochfahren können. Das alte Kohlekraftwerk braucht dafür bis zu 4 Stunden.

Ein weiteres Kernelement ist die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung des Kraftwerkes. Über das Gasheizkraftwerk wird Fernwärme für Kiel erzeugt und falls diese gerade nicht benötigt wird, gelangt sie einfach in den 60 Meter hohen Wärmespeicherturm. Durch diesen können bis zu 70.000 Haushalte 8 Stunden mit Wärme versorgt werden. Tatsächlich gab es sogar schon eine Anfrage, auf diesem Turm ein Restaurant zu eröffnen. Der Ausblick auf die Förde wäre zumindest fantastisch.

Das Küstenkraftwerk soll 2019 ans Netz gehen und das alte Gemeinschaftskraftwerk (GKK), das seit 1970 im Betrieb ist, vollständig ersetzen. Das neue Kraftwerk ist damit ein großer Beitrag zur Energiewende und ist sinnvoll in die Windenergiestrukturen in Schleswig-Holstein eingebettet. Durch diese einzigartige Technik, wird da sicher noch die ein oder andere Kommune aus dem In- und Ausland neidisch zu uns herüberschauen. Da hat die Stadt also durchaus etwas besonderes auf die Beine gestellt, worauf wir als Kielerinnen und Kieler stolz sein können. Uns Jusos hat es zumindest überzeugt.

Weitere Infos findet ihr hier: https://www.stadtwerke-kiel.de/swk/de/unternehmen/aktuell/gasheizkraftwerk/gasheizkraftwerk.jsp

#kommunalwahl18 | Wer ist eigentlich … Moritz Koitka?

Hallo, mein Name ist Moritz und ich kandidiere für die SPD Gaarden im Wahlkreis 17 Gaarden-Süd. Ich bin 28 Jahre alt und studiere Deutsch und Geschichte hier in Kiel, um Lehrer zu werden. Ich lebe schon mein ganzes Leben in Kiel und seit 2010 in Gaarden. Seit 2012 engagiere ich mich in der SPD und bewerbe mich jetzt um das Ratsmandat für Gaarden-Süd, um für Gaarden und für Kiel sozialdemokratische Politik zu machen.

Mein Herzensthema ist das Lernen, das für mich Grundlage von allem ist, was man im Leben erreichen möchte. Ob man einen Schulabschluss anstrebt, um einen Beruf zu ergreifen oder etwas nur für sich selbst lernt, um einem Hobby oder seinen Interessen nachzugehen: Alles basiert auf Lernen. Lernen und Bildung sehe ich deshalb als etwas Schönes, das vielleicht nicht immer Spaß macht, aber immer mit einem persönlichen Ziel verbunden ist.

Das Lernen und die Freude daran lernt man zu einem großen Teil in Bildungseinrichtungen wie Schulen, Berufsschulen und auch schon in der KiTa. Deshalb werde ich mich für gut ausgestattete Kieler Bildungseinrichtungen einsetzen. Das reicht von Schultoiletten, über Sporthallen, vernünftige technische Ausstattungen bis hin zu mehr Schulsozialarbeiter_innen, damit alle jungen Menschen die besten Voraussetzungen vorfinden können, um zu lernen und die Freude am Lernen zu erfahren.

Ein modernes und junges Kiel bedeutet für mich sehr gut ausgestattete Bildungseinrichtungen. Aber auch vieles andere gehört dazu:  Damit mehr Menschen nicht mehr mit dem Auto fahren, sondern auch gerne das Fahrrad nehmen, muss Fahrradfahren in Kiel schnell, sicher und bequem möglich sein, damit es auch Spaß macht. Hierzu gehören vor allem vernünftige und sichere Fahrradwege und Verkehrsführungen auf der Straße, aber auch Fahrradbügel und andere Dinge. Mit den Velo-Routen sind wir hier schon auf dem richtigen Weg, Kiel zu einer wirklich fahrradfreundlichen Stadt zu machen.

Auch das Wohnen gehört für mich dazu. Damit junge Menschen sich auch ihre erste eigene Wohnung leisten können, brauchen wir in der gesamten Stadt viel mehr Wohnraum, sodass der Markt sich endlich wieder entspannt. Außerdem müssen auch die Stadtteile außerhalb der Innenstadt attraktiv genug sein, damit junge Menschen auch dort wohnen wollen. Dazu gehören für mich ein gut ausgebauter Öffentlicher Personennahverkehr unad kulturelle Angebote in den Stadtteilen. Besonders bei uns in Gaarden haben wir eine sehr aktive Kunst- und Kulturszene, die auch schon Menschen aus ganz Kiel anlockt.

Deshalb möchte ich diese Dinge in Zukunft als Kieler Ratsherr anpacken, um Kiel auch für junge Menschen zu gestalten.

Pressemitteilung: Jusos Kiel kämpfen weiter

Die Jusos Kiel zeigen sich enttäuscht vom Ausgang des Mitgliederentscheids. Es gehe nun darum, die Regierung kritisch zu begleiten und die Erneuerung voranzutreiben.

Die Jusos Kiel haben sich bis zur letzten Sekunde dafür eingesetzt, möglichst viele Mitglieder davon zu überzeugen, mit “Nein” zu stimmen. Mitglieder des Kreisvorstandes zeigten sich von dem Ergebnis enttäuscht, wiesen aber auf die große Anzahl von Gegnern der Großen Koalition hin. Das Ergebnis sei kein Freifahrtsschein und keine bedingungslose Zustimmung für den Parteivorstand. Es sei unbedingt notwendig, dessen Arbeit nun kritisch zu begleiten.

Dazu äußert sich Kreisgeschäftsführerin Christina Schubert: “Unabhängig vom Ergebnis haben die letzten Wochen gezeigt, wie konstruktiv und kritisch in unserer Partei diskutiert werden kann. Jetzt gilt es, die Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken, um geeint den Erneuerungsprozess voranzutreiben. Dazu gehört auch, zu zeigen, wo die Grenzen zur Union liegen und das inhaltliche Profil der SPD zu schärfen.”

Kreisvorstandsmitglied Paul Benk ergänzt: “Wir Jusos haben gezeigt, dass wir kampagnenfähig sind und die Kraft haben, unsere Positionen einzubringen. Wir werden weiterhin für unsere Forderungen kämpfen und diese durchsetzen. Das werden wir auch in der nun anstehenden Kommunalwahl beweisen. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern, die mit uns zusammen diese Debatte konstruktiv geführt haben.”

#kommunalwahl18| Wer ist eigentlich … Annika Schütt?

Kiel ist eine l(i)ebenswerte Stadt. Ich lebe gerne in Kiel und das nun schon seit 30 Jahren. Mein Name ist Annika Schütt, ich bin verheiratet, seit letztem Jahr Mutter eines kleinen Mädchens und von Beruf staatlich anerkannte Erzieherin. Zur Kommunalwahl 2018 kandidiere ich im Wahlkreis 23 Elmschenhagen-Süd, Kroog, Rönne, Moorsee. Seit ich vor über 12 Jahren in die SPD eingetreten bin ich vor allem kommunalpolitisch interessiert und aktiv. Natürlich macht auch die Arbeit an den großen Themen Spaß, doch liebe ich es die direkten Auswirkungen meiner Arbeit zu sehen. Als Mitglied im Ortsbeirat Elmschenhagen/Kroog, sowie im Jugendhilfeausschuss arbeite ich schon jetzt daran unsere Stadt Stück für Stück für alle besser zu machen. Ein besonderes Anliegen ist es mir Kiel zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt zu machen. So ausgelutscht und platt es klingen mag: Kinder sind unsere Zukunft. Und nur wer sich sicher ist gute Voraussetzungen für Familien vorzufinden entscheidet sich für Kinder. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass viele sich junge Leute trauen diese Entscheidung zu treffen. Ein wichtiger Punkt für Eltern sind Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Wir als SPD verstehen Kitas nicht als „Aufbewahrungsorte“ für Kindern, sondern als wichtiger Bestandteil des Bildungssystems. Als Mutter und als pädagogische Fachkraft kenne ich beide Seiten und weiß um die Probleme. Der weitere bedarfsgerechte Kitaausbau ist mit ein wichtiges Anliegen. Bedarfsgerecht ist hierbei vielschichtig zu verstehen.

– Kitas müssen wohnortnah sein, das heißt wir brauchen über das gesamte Stadtgebiet verteilt Kitas. Hierbei müssen vorhandene Bevölkerungsstrukturen und ihre voraussichtliche Entwicklung beachtet werden.
– Wir brauchen Kitas mit Öffnungszeiten, die die wirklichen Bedarfe der Eltern abdecken. Dabei müssen wir weg vom 8 bis 16 Uhr-Denken und neue Modelle entwickeln um zum Beispiel auch Eltern in Schichtdienst eine Kitabetreuung passend zu ihren Arbeitszeiten zu bieten.
– Wir müssen aber auch die Bedarfe der Kinder beachten. Das bedeutet kindgerechte Konzepte in den Kitas, die Rücksicht auf Bindung und Beziehung zwischen Kindern, pädagogischem Personal und Eltern nehmen.
– Es muss Betreuungsmöglichkeiten für alle Altersstufen geben. Klassischer Weise wird bei Kita an den Elementarbereich der 3 – 6 jährigen gedacht, die letzten Jahre rückte die Versorgung von Kindern unter drei Jahren in den Vordergrund, hierbei ist es aber immer noch schwierig Plätze für Kinder unter einem Jahr zu finden und aktuell ist durch die Überlegungen zu einem Recht auf Ganztagsbetreuung auch die Situation der Schulkinder wieder in aller Munde.

Die Belange aller Altersgruppen müssen gleichwertig betrachtet werden. Auch für die Mitarbeiter in den städtischen Kitas wollen wir etwas tun und fordern die Sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten flächendeckend nach Entgeltgruppe 4 des TvöDs zu bezahlen. Die Arbeit mit den Jüngsten ist mit viel Verantwortung verbunden. Dieser wichtigen Tätigkeit.wollen wir mit einer angemesseneren Bezahlung Wertschätzung entgegen bringen. In unserem Wahlprogramm zu Kommunalwahl haben wir als SPD Kiel noch viele weitere Punkte festgeschrieben. So sind natürlich bezahlbarer Wohnraum, gute Luft, eine lebendige Kulturlandschaft und ein moderner ÖPNV auch wichtige Themen für Familien. Ich freue mich darauf als Mitglied der Ratsversammlung an all diesen Themen zu arbeiten. Wir Jusos haben ein starkes Team und viele junge Kandidatinnen und Kandidaten. Wenn nicht wir die Belange von jungen Familien und somit der nächsten Generation vertreten können, wer kann es dann?

#Kommunalwahl18 | Wer ist eigentlich … Tobias Friedrichs?

Moin, Moin!


Mein Name ist Tobias Friedrichs, ich bin 30 Jahre alt, Lehrer und Direktkandidat der SPD für den Kieler Süden, genauer gesagt für Meimersdorf, Wellsee und Kronsburg.

 

Freizeit, Lernen, Wohnen: eine Ortsmitte für Meimersdorf

„Kein anderer Stadtteil wächst so schnell und das wird voraussichtlich auch so bleiben“ schrieben die Kieler Nachrichten 2015. Und das ist richtig. Kein anderer Stadtteil expandiert so dynamisch und rasch, denn Wohnraum im Zentrum ist knapp und freie Bauflächen existieren vor allem in und um Meimersdorf. Neue Wohnquartiere entstehen hier gerade, weitere sind in Planung. Das ist zugleich spannend wie herausfordernd für die kommunale Politik. Denn wir benötigen hier im Süden nicht nur Wohnungen und Häuser, sondern auch eine lebendige Ortsmitte mit Ärzten, Geschäften und Freizeitangeboten.


Kiel ist eine Flächenstadt, der Weg zum Zentrum vom Kieler Süden ist zu Fuß kaum zu erreichen und mit dem Fahrrad nicht für alle Generationen zu meistern. Umso wichtiger ist es, dass alles für den täglichen Bedarf Nötige fußläufig erreichbar ist. Für Jugendliche müssen zudem Freizeitangebote geschaffen werden, Basketball- und Fußballplätze gehören genauso dazu wie ein Jugendtreff. Das ist nicht überall im Kieler Süden so. Mit den neuen Wohngebieten in Meimersdorf haben wir die Möglichkeit, dies zu ändern.

 

Sportangebote schaffen: Eine Turnhalle für Wellsee

2013 hat die Sport-Bedarfsanalyse der Stadt Kiel ergeben, dass in Wellsee dringend eine Sporthalle benötigt – diese gibt es bisher nicht. Gegenüber des Sportvereins Fortuna Wellsee wäre ein idealer Standort hierfür. Das Sportangebot der Vereine könnte so erweitert werden und man müsste nicht mehr in andere Stadtteile fahren, um Handball oder Hallenfußball zu spielen. Für solch eine Turnhalle werde ich mich einsetzen.

Als Lehrer ist mir die Bildungspolitik ein Herzensanliegen. In ganz Meimersdorf, Wellsee und Kronsburg existiert bis heute keine weiterführende Schule. Diese wird aber in den kommenden Jahren dringend benötigt. Ein solcher Neubau ermöglicht es, eine offene, moderne und technisch gut ausgestattete Schule zu errichten. Dafür werde ich mich einsetzen.

Aber nicht nur in Meimersdorf, in ganz Kiel benötigen wir moderne Schulen mit einer guten Ausstattung. Die Realität jedoch sieht anders aus: überfüllte Klassenräume, kein WLAN, keine oder zu wenige Computerräume. Kiel möchte eine digitale Stadt sein, also braucht es auch digitale Schulen. Dafür werde ich mich einsetzen.

 

#Kommunalwahl18 | Wer ist eigentlich … Daniel Pollmann?

Moin,

ich heiße Daniel Pollmann (34) und bin Euer Kandidat für den Wahlkreis Ellerbek/Wellingdorf-Süd. Erlernt habe ich den Beruf des IT-Systemkaufmannes und den des Handelsfachwirtes. Ich bin zwar am Niederrhein aufgewachsen, aber Kiel ist seit über 16 Jahren meine Herzensheimat. Mich hat es sehr schnell auf das schöne Ostufer gezogen. Hier lebe, wohne und arbeite ich. Und genau hier bin ich für Euch politisch unter anderem als Vorsitzender im Ortsbeirat seit vielen Jahren aktiv. Mir macht es viel Freude Ideen für unsere Stadtteile zu entwickeln, voranzutreiben und umzusetzen. Meine politische Arbeit möchte ich gerne für Euch als Ratsherr fortführen.

Als IT-Systemkaufmann weiß ich wie wichtig es ist, die Digitalisierung und Modernisierung in unserer Gesellschaft voranzutreiben. Angefangen vom Breitbandausbau bis hin zum W-Lan in Innenstadt oder auch im Bus. Schulen, Firmen, Behörden, Du und Ich, wir sind alle auf eine gute digitale Infrastruktur als ein starkes Wirtschaftsland in Europa angewiesen. In dem Bereich gibt es leider noch viel zu tun. Und da möchte ich mit meinem Wissen gerne unterstützen.

Mit der neuen Bahnhaltestelle Ellerbek auf der Hein-Schönberg-Strecke hält nach über 40 Jahren wieder regelmäßig ein Personenzug. Fahrradrouten werden in Kiel ausgebaut. Das sind nur zwei Maßnahmen, um andere Fortbewegungsmittel anzubieten. Wir stehen hier am Anfang und ich werde diesen wichtigen Schritt in ein umweltfreundliches Kiel weiter begleiten. Ein zentraler Punkt wird daher die Verbesserung des ÖPNV sein müssen. Damit jeder unser ÖPNV gerne nutzt, muss dieser besser und bezahlbarer für alle werden.

Wir brauchen in Kiel bezahlbaren Wohnraum. Mit Alt-Ellerbek haben wir ein Quartier mit sehr viel Potential. Mit dem „Masterplan Alt-Ellerbek“ habe ich in den vergangenen Jahren den Anstoß gegeben. Vorbereitende Maßnahmen konnten schon umgesetzt werden. Die Planung zur längst fälligen Gesamtentwicklung möchte ich weiter vorantreiben.

Ellerbek und Wellingdorf-Süd sind schöne und grüne Stadtteile. Unsere Parkanlagen sind für jeden eine willkommene Oase der Erholung und Entspannung. Diese Naherholungsziele gilt es zu erhalten und attraktiver zu gestalten. Besonders die regelmäßigere Pflege der Grünanlagen liegt mir sehr am Herzen.

Bei großen und wichtigen Vorhaben ist es nötig, alle Menschen aus dem Stadtteil mit einzubinden. Auf Ortsbeiratsebene ist das für mich in den letzten Jahren ein Standard gewesen. Das wird es auch weiterhin bleiben. Denn ich mache Politik für Euch und dazu brauche ich Deine Meinung.

 

 

Jahresbeginn zwischen Kommunalwahl-Lust und Groko-Frust

Der Start ins Jahr 2018 verlief schon einmal alles andere als langweilig bei uns. Wie schon in den Monaten zuvor haben wir uns intensiv auf den Wahlkampf für die Kommunalwahlen in Kiel am 6. Mai vorbereitet. Unser Ziel ist es natürlich kräftig dabei mitzuhelfen, dass die SPD als stärkste Fraktion in der Ratsversammlung aus dem Wahltag hervorgeht und Kiel auch für die nächsten fünf Jahre auf dem bisherigen, guten Kurs halten kann. Für die Extra-Motivation sorgen natürlich dabei auch die vielen Juso-Kandidierenden, welche sich dieses Mal als Ratsherren und -frauen zur Wahl stellen. In 11 von 25 Wahlkreisen gehen sie an den Start und wollen dabei frischen Wind ins Kieler Rathaus bringen.

Malenteseminar

Um uns schon einmal auf die Wahlkampfzeit einzustimmen, haben wir uns im Januar auf unserem jährlichen Juso-Seminar in Malente ein ganzes Wochenende mit Kommunalpolitik beschäftigt. Dabei haben wir mit dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und vielen weiteren erfahrenen Kommunalpolitikern über die zukünftigen Herausforderungen für unsere Stadt wie Wohnungsbau, Sozialpolitik und Verkehr auf kommunaler Ebene diskutiert. Dabei ist klargeworden: Kiel ist auf einem guten Weg, doch wir brauchen auch in Zukunft Weitsicht und kreative Ideen in der Politik, damit dies auch so bleibt. Unsere angehenden Juso-Ratsmitglieder haben aufmerksam zugehört und nehmen sich das zu Herzen. Außerdem hatten wir auch Tim Klüssendorf zu Gast, der vor Kurzem erst mit Jan Lindenau den Bürgermeisterwahlkampf in Lübeck für sich entschieden hat. Mit ihm haben wir uns ausgetauscht, worauf es in einem modernen und innovativen Wahlkampf ankommt.

Wahlprogramm

Der nächste Meilenstein folgte Anfang Februar mit dem Beschluss des Kommunalwahlprogramms auf dem Kreisparteitag der SPD. Wir haben es sogar im Rahmen der vorgesehenen Zeit geschafft, ein würdiges und starkes Programm zusammenzustellen. Dabei wurden über 220 Änderungsanträge mit neuen Ideen und Ergänzungen für das Programm lebhaft diskutiert. Da wir bereits vor einigen Monaten unser Jugendwahlprogramm aufgestellt haben, war unser Interesse äußerst hoch, viele unserer Punkte in das Wahlprogramm der Kreis-SPD einfließen zu lassen. Deshalb waren auch wir mit Änderungsanträgen ordentlich vertreten, von denen viele erfreulicherweise vom Kreisparteitag angenommen wurden. Leider gab es auch ein paar Punkte, die die Delegierten des Kreisparteitages nicht überzeugen konnten. Allmählich geht es nun ans Eingemachte, denn im März soll der Wahlkampf dann richtig losgehen und bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Natürlich soll sich der Wahlkampf nicht bloß um den altbekannten Infotisch drehen, sondern es braucht auch Neues und Unerwartetes, wenn man für sich in Anspruch nehmen möchte, eine innovative politische Kraft zu sein. Auch für unsere vielen Neumitglieder haben wir die eine oder andere Überraschung geplant, um sie gebührend willkommen zu heißen. Ihr dürft also gespannt sein. 😉

(No)GroKo?

Zurzeit müssen wir aber natürlich auch über unseren kommunalen Tellerrand hinausschauen, denn im politischen Berlin sind die Zustände ja gerade weniger euphorisch. Mit einem wahnwitzigen Wendemanöver ist die SPD-Führung von ihrem wichtigen und richtigen „Nein“ zur Großen Koalition über die sogenannten „ergebnisoffenen“ Sondierungsgespräche zu einem verzagten „Dann machen wir‘s halt“ geschlittert. Nun versucht man die kleinen und mühsam ausgehandelten Kompromisse als einen großen Aufbruch zu verklären. Sicher klingen viele einzelne Punkte aus dem Koalitionsvertrag erst einmal gut und richtig. Aber reichen diese oftmals wage formulierten Punkte aus, um die großen Baustellen in diesem Land, wie etwa die immer größer werdende soziale Spaltung, zu schließen? Und kann ein dringend benötigter Aufbruch in Sozial-, Umwelt- und Europapolitik wirklich von einer müden und ausgebrannten

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Kanzlerin, einer streitsüchtigen CSU und einer (leider) orientierungslosen SPD-Führung verkörpert werden? Uns lassen die Zweifel daran nicht los. Wir sind noch immer der Meinung, dass die drängenden Antworten auf soziale Ungerechtigkeit, Politikverdrossenheit und AfD im Bundestag keine alten und überholten Lösungen von gestern sein können, wie die drohende GroKo sie verkörpert. Wie es einmal Albert Einstein sagte: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“.

Debatte in der SPD

Wir jedenfalls werden uns den Koalitionsvertrag vorknöpfen und bis zum Mitgliederentscheid gegen die GroKo und für eine wirkliche Erneuerung der Partei kämpfen. Klar ist für uns auch: Die Partei-Führung hat in den letzten Monaten versagt, diese oftmals versprochene Erneuerung herbeizuführen. Deshalb kann eine richtige Erneuerung wohl nur von der Basis aus gelingen. Die ältere Politikergeneration hat uns die neoliberale Suppe zwar eingebrockt, aber auslöffeln kann sie wohl nur eine neue Generation. Nämlich eine Generation, welche sich entschieden der Aufgabe widmet, einen Weg für zeitgemäße, zukunftsorientierte und tragfähige sozialdemokratische Politik zu finden und die sich dem europaweiten Niedergang der Sozialdemokratie endlich entgegenstellt. Dieser Prozess braucht natürlich Zeit und er beginnt auch immer im Kleinen. So haben es sich auch unsere 11 Juso-Kandidierenden zum Ziel gemacht, hier vor Ort einige Dinge anders anzupacken, zu verbessern und einen Beitrag zur Erneuerung der SPD in Kiel zu leisten. Wir wollen ihnen dabei den Rücken freihalten.

Pressemitteilung: Starke Forderungen für den Jugendwahlkampf

SPD-Kreisparteitag beschließt Kommunalwahlprogramm / Die Jusos geben Impulse mit starken Forderungen für das Programm.

Am Samstag den 3. Februar entscheidet der Kreisparteitag der Kieler SPD über das Wahlprogramm zur anstehenden Kommunalwahl. Die Jusos spielen dabei nicht nur als Delegierte eine wichtige Rolle, sondern treten vor allem mit vielen starken Forderungen auf.

Die Jusos wollen viele Punkte in das Programm einbringen, die in erster Linie junge Kielerinnen und Kieler betreffen.
So fordern die Jusos unter anderem, dass alle Kieler Sporthallen saniert werden und eine bessere Ausstattung für Sportvereine sichergestellt wird.
Zudem unterstützen sie den Jungen Rat in seiner Forderung nach einem vergünstigten ÖPNV-Ticket für Schüler und Auszubildende.

Ebenso wollen sie Start-Ups in Kiel neuen Raum für Entwicklung geben: „Wir wollen städtische Open Workspaces schaffen, damit sich junge Start-Ups besser untereinander vernetzen können.“, erklärt der junge Kommunalwahlkandidat Phillip Schüller. So soll die Wirtschaftskraft gesteigert und der Arbeitsmarkt in Kiel belebt werden.

Welche der 24 Juso-Forderungen es am Samstag in das Kommunalwahlprogramm der SPD schaffen, bleibt offen.
Juso-Kreisgeschäftsführerin und Kandidatin zur Kommunalwahl Christina Schubert zeigt sich aber zuversichtlich: „Unsere Punkte sind unerlässlich, damit sich Kiel in Zukunft als eine attraktive Stadt für junge Menschen präsentiert.“

Termine im Februar

Liebe Jusos,

und plötzlich ist schon Februar. In zwei Tagen steht der SPD Kreisparteitag an, auf welchem wir das Kommunalwahlprogramm für die Wahlen im Mai verabschieden werden. Mit unserem Jugendwahlprogramm haben wir bereits ein starkes Programm vorgelegt, welches wir natürlich in großem Maße in das SPD-Wahlprogramm integrieren wollen. Dafür werden alle Juso-Delegierten am Samstag kämpfen. Wenn du nicht delegiert bist, aber dennoch Interesse am Kreisparteitag hast, dann ist das kein Problem, komm einfach dazu! Der Kreisparteitag startet am 03.02.2018 um 10 Uhr im Legienhof (großer Saal). Falls du dir unsicher bist, kannst du gerne einem Vorstandsmitglied schreiben, um einen Treffpunkt zu vereinbaren und eine kleine Einführung zu bekommen.

Ansonsten folgen nun die von uns geplanten Veranstaltungen für den Monat Februar.

wkk_veranstaltung_websiteJuso-Wahlkampfkommission

Am 05.02. am Montag-Abend um 20 Uhr trifft sich die Juso-Wahlkampfkommission im Walter-Damm-Haus. Wir besprechen den Social-Media-Wahlkampf, die 72-Stunden-Aktionen (heiße Phase) und bereits erste Vorschläge für konkrete Wahlkampfstationen und Veranstaltungen.

kv_sitzung_websiteKreisvorstandssitzung

Am 09.02. treffen wir uns wie gewöhnlich am zweiten Freitag des Monats zur Juso-Kreisvorstandssitzung im Walter-Damm-Haus. Neben trockenen Themen wie dem aktuellen Kassenstand widmen wir uns einer Nachbesprechung des Kreisparteitages und weiteren Tagesordnungspunkten. Die TO findet ihr ein paar Tage vor der Sitzung in der entsprechenden Facebook-Veranstaltung.

 

Alle aktuellen Termine, auch über Monate hinweg, findet ihr auf unserer Seite oder unter dem Link termine.jusos-kiel.de.

PRESSEMITTEILUNG: Kieler Jusos gegen das „Weiter so“

Pressemitteilung

 

Kieler Jusos gegen das „Weiter so“

Kieler Jusos lehnen Koalitionsverhandlungen deutlich ab. Auch entgegen des Beschlusses des SPD Kreisvorstands Kiel.

Kiel. Nachdem sich der Kreisausschuss der Kieler SPD bereits gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen aussprach, folgen die Jusos Kiel dem nun entschieden. Sie stellen sich damit gegen den Beschluss des SPD Kreisvorstands Kiel, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

Die Jusos Kiel sehen in den Sondierungspapieren keine Lösungsansätze für wichtige Themen wie Umwelt und Rente. Gleichzeitig fehlen Kernforderungen der SPD wie die Bürgerversicherung.

„Wenn so wichtige Forderungen jetzt nicht in den Sondierungspapieren vorkommen, dann sehen wir keine Chancen, dass diese bei einer erneuten GroKo auch nur im Ansatz angerührt werden.“, äußert sich Adrian Knapik (Mitglied des Juso-Kreisvorstands).

Auch aufgrund diverser Aussagen der CDU und CSU bezweifeln die Jusos Kiel, dass bisher fehlende Punkte der SPD Teil eines Koalitionsvertrags werden.

„Eine Neuauflage der GroKo wäre das „Weiter so“, das die notwendige Erneuerung der Partei verhindern würde.“, sagt Janne Nissen (Mitglied des Kreisvorstands).