Wie gerecht ist die Rente der Zukunft ?

Wie gerecht ist die Rente der Zukunft ?


Unter dieser Fragestellung hatten am 08.12 die Jusos, die AG60+ sowie die Afa zu einer Veranstaltung zum Rentensystem eingeladen. Referent war der Kieler Bundestagsabgeordneter Dr. Hans-Peter Bartels.

Zum Einstieg der Veranstaltung durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer drei Fragen zum Bereich Renten beantworten, wobei sich die Antworten deckten:

– Wer soll für die Altersvorsorge verantwortlich sein ?                                                                   Der Staat

– Woran soll sich der Rentenbezug orientieren ?                                                                         An der Lebensarbeitszeit

– Wie findest du eine steuerfinanzierte Grundrente, positiv oder eher negativ ?                           Positiv

Im Anschluss hat Hans-Peter Bartels dann in seinem Referat 3 mögliche Modelle des Rentensystems erläutert

– Umlagesystem

– Steuerfinanziertes Rentensystem

– Kapitalstock

Der Hauptpfeiler der Rente ist die gesetzliche Rentenversicherung (GRV). Sie ist eine Pflichtversicherung für alle ArbeitnehmerInnen. Die GRV verflogt drei Ziele: Eine angemessene Grundsicherung, die Dynamisierung der Renten und auch ihre Sicherheit.

Die gesetzliche Rentenversicherung steht vor vielen Schwierigkeiten, für die derzeit und in absehbarer Zukunft Lösungen gefunden werden müssen. Diese kann man nur finden, wenn man sich mit den Problemen beschäftigt. Diese seien der demographische Wandel und wirtschaftliche Wandel. Hans-Peter Bartels betont in seinem Vortrag, dass das heutige System bei Arbeitslosigkeit anfällig ist. Die Rentenbezugsdauer ist von 10 Jahren in der 60er Jahren auf heute 18 Jahre gestiegen. Der Zuwanderung der 90er Jahren stehen wir heute eher einer Abwanderung gegenüber. Die Themen Mindestlohn und Altersarmut waren ebenso Schwerpunkte der Veranstaltung.

Einen kompleten Wandel des Rentensystems lehnt Bartels ab. Viel mehr unterbreitet er den Anwesenden einen Vorschlag eines Mixmodells: Steuern rauf und Beiträge runter.

Doch welche Steuer soll angehoben werden? Die Verbrauchssteuern? Sollen auf die Kapitalerträge auch Rentenabgaben bezahlt werden? Sollen alle Bürger in die Rentenversicherung einzahlen? Führt dies zu einer gerechteren Rente ? Während der regen Diskussion im Anschluss versuchten wir,Antworten auf diese Fragen zu finden.

Am Ende dieses rundum gelungenen Abends wurde der Wunsch nach weiteren Diskussionsforen geäußert, sodass sich die Jusos Kiel auch in Zukunft mit der essentiellen Frage nach dem Fortbestand der solidarischen Rentenversicherung auseinandersetzen werden. Zudem wollen wir das Thema in Form eines Antrags an die Juso – Landeskonferenz sowie den Kreisparteitag auch auf anderen Ebenen vorantreiben.

Über den Autor