Erste Ausgabe „Geistesblitze gegen Rechts“

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Erste Ausgabe „Geistesblitze gegen Rechts“

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Bericht Lübeck Demo 2011

[hide-this-part]Am Samstag, den 26.03.2011 vollzog, sich ein trauriges Schauerspiel im Lübecker Stadtteil St. Lorenz: Rund 250 Rechtsextreme zogen von über 3.000 Polizisten begleitet durch den Wohnort. Rechte Parolen, Fahnen, Hetzreden zwischen Reihenhäusern und Wohnblöcken. Zeitgleich protestierten fast 1.500 Menschen am Bahnhof friedlich gegen diesen Aufmarsch.

Die zahlreichen Sitzblockaden mit denen die Antifaschisten versuchten, den Aufmarsch und die Verherrlichungen des Nazi-Terrors zu unterbinden, wurden durch Einsatz von Pfefferspray und mit Hilfe von Hundestaffeln aufgelöst. Nur ein Blockadepunkt konnte von der Polizei nicht geräumt werden, sodass die Nazis auf die deutlich kürzere Ausweichroute gezwungen wurden. Ein Teilerfolg! Es zeigt sich aber, dass unser Kampf gegen Rechtsextremismus, Faschismus und Intoleranz nicht aufhören darf und wir weiter aktiv sein müssen. Wir werden den kommen Aufmarsch in Lübeck 2012, wie jede andere faschistische Kundgebung blockieren. Seid auch ihr mit dabei:

Als Blockierer oder Demonstrierer – zeigt Flagge gegen Rechts![/hide-this-part]

 

Bericht Zwischen Schulhof und Hakenkreuz – Jugendliche in der Neonaziszene

[hide-this-part]Gemeinsam mit der Grünen Jugend Kiel haben wir unsere Demokratie- Kampagne fortgesetzt . Nach der erfolgreichen Veranstaltung „Vielfalt statt Einfalt“ ging es diesmal um Jugendliche in der Neonaziszene und deren Verhalten untereinander. Die Veranstaltung fand am Donnerstag den 24. Februar 2011 im Kultur- und Kommunikationszentrum – Die Pumpe statt. Insgesamt war die Veranstaltung mit etwa 30 Leuten gut besucht. Es entwickelte sich schnell eine lebendige Diskussion, insbesondere um die Themen Integration und Neonazis an Schulen. Daran konnte man sehen, wie viele Schnittstellen mit anderen Themen das Motto der Veranstaltung bot, beziehungsweise dass es auch ein soziales und nicht nur politisches Problem darstellt. Diese Veranstaltung bietet eine guten Anknüpfungspunkt für die weitere Beschäftigung mit der Thematik. Hierzu laden wir alle interessierten ein mitzuwirken.[/hide-this-part]

 

Sophienhof

[hide-this-part]Am Samstag den 26.03.11, dem selben Tag an dem auch die Lübecker Demo stattfand, haben etwa 50 Neonazis im Sophienhof eine Spontandemo abgehalten. Sie zogen durch das Einkaufszentrum und propagierten „Nationaler Sozialismus – JETZT! JETZT! JETZT!“. Hinzu kamen „Ansprachen“ der Neonazis, in denen sie die Bevölkerung aufforderten „sich dem Kampf gegen das System anzuschließen“.

Diese erschreckende Präsentation, unterstrichen durch Megaphone, Transparente und Fahnen dauerte ca. 15 Minuten.Die Passanten standen ratlos und schockiert vor dieser deutlichen Zurschaustellung der nationalsozialistischer Präsenz in unserer Gesellschaft. Dies zeigt wieder wie wichtig die aktive arbeit gegen Rechtsextremismus und Faschismus ist.[/hide-this-part]

 

Was bedeutet eigentlich… völkisch ?

[hide-this-part]Völkisch ist eine veraltete Bezeichnung für ‚auf das Volk bezogen, dem Volk zugehörig‘ und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in nationalsozialistischen Kreisen im Sinne eines auf ‚Rasse‘ basierenden Volksbegriffs verwendet. In diesem Sinne stand die Bezeichnung völkisch seit Ende des 19. Jahrhunderts für Organisationen im deutschen Sprachraum, die eine deutschnationale, rassistische und antisemitisch begründete Ideologie vertraten.„Hitler stellt das […] deutlich rassisch akzentuierte völkisch als Kontrastwort gegen international, die völkische Weltanschauung gegen die internationale Weltanschauung. […] Im Dritten Reich wird völkisch nach nationalsozialistischer Aussage im Sinne eines auf dem Rassegedanken gegründeten Volksbewußtseins‚ gebraucht“ (1)Im Zentrum der völkischen Weltanschauung stand die Forderung nach einer Religion, die auf denGrundfesten von Rasse und Volk basiert. Die religiösen Überzeugungen reichten von einem arisierten undgermanisierten Christentum, über rechtsesoterische Entwürfe bis hin zur Ablehnung des Christentums und dem Versuch der Etablierung von vermeintlich germanischen Glaubensvorstellungen. Damit einher ging die Suche nach heimischen Götter- und Heldensagen und der Aufwertung von Runen und scheinbar germanischen Zeugnissen.Heute ist der Begriff völkisch, im Sinne von national veraltet. Einzelne ideologische Aspekte völkischer Weltanschauung und Religion finden sich noch heute im internationalen Rechtsextremismus.(1)Quelle: Schmitz-Berning, Cornelia. Vokabular des Nationalsozialismus. Berlin 2000, S.647). [/hide-this-part]

 

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