Wahlkampf für Bildung – Bildungsblockaden einreißen!

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Wahlkampf für Bildung – Bildungsblockaden einreißen!

Das deutsche Bildungssystem ist unterfinanziert. Marode Gebäude und veraltete oder fehlende Unterrichtsmaterialien sind leider Alltag in Schleswig-Holsteins Schulen. Die Belastung für LehrerInnen wird immer höher, sie müssen immer mehr Stunden leisten und teilweise 30 SchülerInnen betreuen, da bleibt keine Zeit, guten Unterricht vorzubereiten und auf die einzelnen SchülerInnen einzugehen.

Schon längst ist bewiesen, dass die Bildungschancen stark vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Klassenfahrten und Schulmaterialien kosten zusätzliches Geld, welches nicht alle haben und schon nach der 4. Klasse wird festgelegt, welchen Werdegang einE SchülerIn antreten soll. Weil mdie Schulzeit verkürzt wird und die Anforderungen steigen, bleibt selten noich Zeit zwischen Schulschluss und Nachhilfe für Freizeit und Freunde. Hausaufgaben und Wochenstunden steigen ins Unermessliche, während keine Zeit mehr für Wahlfächer und Praktika bleibt.

Es kann nicht angehen, dass alle Entscheidungen, die uns betreffen, über unsere Köpfe hinweg gefällt werden und wir diese ausbaden müssen. Wir brauchen viel mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten in Schule, Betrieb und Politik, um die Bereiche, die uns betreffen, selbst zu gestalten.

Das Bildungssystem muss allseitige Bildung für alle fördern. Wir sagen, dass Bildung vornehmlich Selbstzweck sein muss und Schule weder vorrangig dem Erringen eines bestimmten Abschlusses noch dem Vorsortieren für den Arbeitsmarkt dienen darf. Um selbstverantwortlich und ohne Beschränkungen lernen zu können, brauchen wir eine Schule für Alle – mit voller Lern- und Lehrmittelfreiheit und ohne Selektion, mit demokratischer Mitbestimmung, mit genügen Wahlmöglichkeiten in Lerninhalten und -methoden, mit kleinen Klassen unter 20 SchülerInnen, ohne Zwang durch Noten und Repression, frei von inhaltlichem Einfluss von Bundeswehr und Konzernen – Schule muss Lebensraum statt Lernfabrik sein.Von allein änder sich nichts! Wir müssen zusammen auf die Straße gehen!

Warum streiken?

Über Schülervertretungen und Unterschriftenlisten haben wir versucht, unseren Unmut über die Situation in den Schulen in die Politik zu tragen, hier wurde aber selten Gehör geschenkt. Zwar ist es uns durch die bisherigen Streks nicht gelungen, zu einer sozialen und fairen Bildungspolitik zu kommen, allerdings haben wir es geschafft, Bildung wieder in die öffentliche Debatte zu bringen. Um unsere berechtigten Forderungen durchsetzen zu können, brauchen wir einen langen Atem, deshalb mach auch du weiterhin mit und streite für deine Rechte.

Los geht es am Donnerstag, den 26.04. ab 10:30 Uhr auf dem Rathausplatz.

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