Neuverhandlung der GEMA-Tarifreform nötig!

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Neuverhandlung der GEMA-Tarifreform nötig!

Anlässlich der heutigen Demonstration Kieler Clubbetreiber fordern die Kieler Jusos Änderungen der aktuell geplanten GEMA-Tarifreform. „Wir brauchen ohne Zweifel ein System, das zur gerechten Entlohnung von Künstlern und Kreativen führt. Die derzeitigen Planungen zur GEMA-Tarifreform schießen über dieses Ziel allerdings weit hinaus und lassen vielen Clubbetreibern keine Luft mehr zum Atmen“, bekräftigt Timm Wüstenberg, Kreisgeschäftsführer der Jusos Kiel, die Forderung an die GEMA auf die Clubbetreiber erneut zuzugehen. Es dürfe nicht sein, dass ungerechtfertigte Erhöhungen die Existenz von zahlreichen Bars, Kneipen, Diskotheken und anderer Kulturbetriebe bedrohten.

„Sollte es zu einer massiven Preiserhöhung für die Gäste oder gar Schließungen von vielen Diskotheken, Bars und Kneipen kommen, leidet darunter nicht nur in starkem Maße das kulturelle Angebot vor allem für junge Menschen – auch viele Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.“, so Wüstenberg weiter. Zudem müssten gerade auch Maßnahmen gegen die eigentlichen Ursprünge des Problems getroffen werden: „Die sehr intransparente und ungerechte Verteilung der GEMA-Einnahmen an die Urheber und Künstler muss verändert werden. Die GEMA sollte zunächst einmal über eine Reform ihrer eigenen Struktur nachdenken, ehe die Veränderung und Anpassung der Tarifstruktur angestrebt wird!“, fordert Wüstenberg abschließend.

Im September hatten die Jusos Kiel eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der GEMA und der Clubbetreiber veranstaltet und sich intensiv mit den Argumenten aller Beteiligten auseinandergesetzt.

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