Jusos fordern Umbenennung des Hindenburgufers – Alte Straßenschilder sollen durchgestrichen erhalten bleiben

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Jusos fordern Umbenennung des Hindenburgufers – Alte Straßenschilder sollen durchgestrichen erhalten bleiben

Symbolbild

Eine Straßen-Benennung ist immer auch Zeichen einer Ehrerbietung. Die Benennung des Hindenburgufers wurde unmittelbar nach der „Machtergreifung“ der NSDAP vorgenommen. Dass die Namensgebung als Ehrung erfolgte – und zwar von den Nationalsozialisten – kann also schwer bestritten werden.“, erklärte Timm Wüstenberg, Kreisgeschäftsführer der Jusos Kiel. „In einer toleranten und weltoffenen Stadt wie Kiel es heute ist, können die Werte und Taten von Paul von Hindenburg jedoch nicht mehr für ehrenwert gehalten werden.“

Die Jusos fordern zudem, die alten Straßenschilder nicht einfach zu ersetzen, sondern, wie es die Stadt Münster bereits vorgemacht hat, diese durchzustreichen und durch neue zu ergänzen. „Eine kritische Auseinandersetzung und Erinnerung an unsere Geschichte wird derzeit nicht durch die Namensgebung ausgelöst. Erinnerungskultur benötigt mehr als ein unkommentiertes Straßenschild, das überhaupt keine kritische Auseinandersetzung ermöglicht. Durch das Durchstreichen der alten Straßenschilder kann Geschichte erinnert werden, ohne jedoch die Ehrung aufrechtzuerhalten.“, so Wüstenberg abschließend.

 

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