Der Staat gegen Fritz Bauer

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Der Staat gegen Fritz Bauer

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„Der Staat gegen Fritz Bauer“ – Diesen interessanten und bewegenden Film haben wir am 11. Oktober  mit etwa 15 Jusos und der Kieler SPD im Studio-Kino gesehen.
Fritz Bauer war Sozialdemokrat, Jude, Reichsbanner-Mann, schwul und seinem Gewissen verpflichteter Jurist, also alles, was die Nazis hassten. Nach dem Ende des „Dritten Reichs“ kehrte er zurück und wurde in Hessen Generalstaatsanwalt. Dort führte er in den 1960er Jahren die Auschwitz-Prozesse und fand Adolf Eichmann in Argentinien.
Er leistete somit einen großen Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte, während gleichzeitig im ganzen Land zahlreiche Kriegsverbrecher unbehelligt in hohen Positionen tätig waren.

Neben dem geselligen Aspekt, den solche Veranstaltungen neben der üblichen Sitzungsarbeit mit sich bringen und der für eine gute Verbandsstimmung und Zusammenhalt sorgt, lohnt es sich auch immer, einen Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen. Mit der nicht immer ruhmreichen Geschichte haben wir uns 2013 schon beschäftigt und uns erfolgreich für die Umbenennung des Hindenburgufers (jetzt Kiellinie) eingesetzt. Auch hier hatten die meiste Zeit Verdrängung und Revisionismus den Ton angegeben.

Die Handlung des Films kurz umrissen:

1957 liegt der Nationalsozialismus hinter Deutschland, doch all jene, die unter Hitler furchbare Verbrechen begingen, sind noch längst nicht gefasst. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) beschäftigt sich mit der Aufklärung der damaligen Schreckenstaten.
Nachdem der Krieg zwölf Jahre vorüber ist, erhält der Anwalt einen wertvollen Hinweis zum Verbleib des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann (Michael Schenk). Zusammen mit Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) setzt sich Bauer auf dessen Spur. Doch den Behörden ist offensichtlich nicht sehr viel daran gelegen, dass der flüchtige Eichmann gefunden wird. Akten verschwinden und Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf) scheinen die Ermittlungen sogar bewusst zu manipulieren. Bauer und Angermann beginnen erbittert, für Gerechtigkeit zu kämpfen, doch der Feind bleibt unsichtbar und wirkt übermächtig. (Quelle: Moviepilot.de)

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