Neues Rotkielchen erschienen!

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Neues Rotkielchen erschienen!

Rotkielchen_44_2_TitelLiebe Leserin, lieber Leser,
im sonst so beschaulichen Schleswig-Holstein schlugen politisch kurz vor Weihnachten einmal mehr die Wellen hoch, als im Landtag die Hochschulgesetznovelle verabschiedet wurde. Dabei offenbarte unter anderem auch der CDU-Fraktionschef Daniel Günther sein klischeebehaftetes Bild von Studentinnen und Studenten als er in seiner „Büttenrede“ zur Abschaffung der Anwesenheitspflicht zu Protokoll gab: „Ich kann ja einige Studenten verstehen, die dann zusammengesessen und gesagt haben: ‚Oh, jetzt müssen wir morgen wieder in ein Seminar, lasst uns lieber noch ein bisschen länger sitzen!‘“ Im Gegensatz zur CDU weiß das Rotkielchen um die wirklichen Probleme der Studierenden und widmet sich den Studienbedingungen an der Kieler FH (Seite 15) und dem heiklen Thema der Sucht im Studium (Seite 14).Auch Günthers Parteikollege und designierter CDU-Spitzenkandidat Ingbert Liebing scheint im fiktiven „Büttenwarder“ weit entfernt von jeglichem Realitätsbezug zu leben: Ende des vergangenen Jahres forderte er, eine „Verabschiedungskultur“ zu etablieren, in der er Abschiebungen zu medialen Spektakeln insze- nieren wollte. Rotkielchen befasst sich hinge- gen einmal mehr sachlich mit der Frage, wie der anhaltende Strom geflüchteter Menschen nach Europa zu bewältigen ist und stellt dar, welcher Schritte es konkret in Kiel jetzt be- darf (Seite 6). Eine wirkliche Lösung wird sich jedoch nur auf internationaler Ebene finden lassen: Ein großer Faktor für die Flucht vieler Menschen ist der im Nahen Osten wütende „IS“, der mit den Anschlägen von Paris den Terror auch nach Europa getragen hat. Welche Strategie ist zur Bekämpfung des selbst ernannten Staates nötig und ist eine umfassende militärische Intervention nach den Erfahrungen aus Irak und Afghanistan eine ernsthafte Option? (Pro/Contra auf Seite 10/11)

Zudem begeben wir uns in diesen Tagen auf die Suche nach einer Stimme der gesamteuropäischen Sozialdemokratie (Seite 7) und beleuchten ganz konkret die politische Situation nach dem Rechtsruck in Polen (Seite 8) sowie die Verfasstheit der Labour Party in Großbritannien nach der Wahl des neuen Vorsitzenden Jeremy Corbyn (Seite 9). Doch schon die deutsche Sozialdemokratie erscheint nach dem Bundesparteitag im Dezember einmal mehr stark angeschlagen und läuft Gefahr, im Umfragetief in alt bekannte Selbstzerfleischungsreflexe zu verfallen (Seite 3).

Umso mehr stellt sich die Frage, wie der Zuspruch für die sozialdemokratische Politik bei den Kielerinnen und Kieler erhalten werden kann. Dabei sind nicht nur hohe Anforderungen an die Persönlichkeiten zu stellen, die für die kommenden Wahlen aufgestellt werden (Seite 12), sondern auch neue Wege zu beschreiten, um allen Menschen die Mitarbeit in der SPD zu ermöglichen (Seite 13).

Wie immer wünschen wir Dir viel Spaß bei der Lektüre und freuen uns auf die ein oder andere Diskussion, die sich anschließt. Lob, Kritik und Anregung kannst Du uns gerne an rotkielchen@jusos-kiel.de schicken.

Eure Redaktion

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