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Diskriminierung vor Diskotheken stoppen – Jusos fordern Einsatz von Testpersonen

Auf Antrag der Kieler Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) hat sich der SPD-Kreisausschuss, das höchste Organ der Kieler SPD zwischen den Kreisparteitagen, für den Einsatz von Testpersonen vor Kieler Diskotheken ausgesprochen, um mögliche Diskriminierungen bei der Einlasskontrolle festzustellen. In einem ersten Schritt soll daher die Ratsversammlung die Stadtverwaltung dazu auffordern, die Möglichkeiten eines solchen Einsatzes von Testpersonen zu überprüfen.

Diskriminieruweltoffen-und-tolerantng, insbesondere gegenüber jungen Männern mit Migrationshintergrund, ist mittlerweile zum Alltag vor Kieler Diskotheken geworden. „Wir haben bereits mehrfach Situationen erlebt, in denen Gästen mit Migrationshintergrund der Zugang verwehrt blieb, und das obwohl kein erkennbarer Grund vorlag bis auf das Aussehen der Betroffenen. Dabei ist ein solches Vorgehen der Diskotheken nicht von ihrem Hausrecht umfasst, sondern fällt eindeutig unter das Diskriminierungsverbot.“, erklärt Timm Wüstenberg, Kreisge-schäftsführer der Kieler Jusos. „Wehren können sich Betroffene meist nur durch eine Klage vor Gericht – doch den Mut und die Ausdauer dazu bringen verständlicherweise nur die wenigsten auf.“, so Wüstenberg weiter.

Deshalb soll die Verwaltung nun zunächst aufgefordert werden, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu überprüfen und festzustellen, ob solche Kontrollen überhaupt realisierbar sind. Obgleich es in diesem Zusammenhang noch viele Fragen zu klären gibt, wäre der Einsatz von Testpersonen zumindest eine Maßnahme, um die Öffentlichkeit auch generell für dieses Thema stärker zu sensibilisieren. „Viel deutlicher als durch den derzeit praktizierten Alltagsrassismus könnte man jungen Kielerinnen und Kielern nicht zeigen: ‚Du gehörst nicht dazu!‘ Langfristig führt das automatisch zu Verdrossenheit – nicht nur gegenüber den Diskotheken, sondern auch gegenüber der Gesellschaft“, meint Wüstenberg. „Daher ist es dringend nötig, dass sich Kiel als multikulturelle und weltoffene Stadt dieses Problems annimmt.“

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Jusos aktiv gegen Diskriminierung vor Kieler Diskotheken!

Seit längerem schon ist bekannt, dass es zu Diskriminierung bei „der Türpolitik“ einiger Kieler Diskotheken kommt. Jetzt sind mehrere Betroffene an die Öffentlichkeit getreten: Per Onlineaktion bei facebook aber auch juristisch per Zivilklage. Wir als Jusos Kiel wollen diese Aktionen unterstützen, um ein noch größeres Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Deshalb haben wir unsere Sternstunde im September diesem aktuellen Problem gewidmet.Gemeinsam mit Betroffenen, dem Leiter der Antidiskriminierungsstelle in Kiel sowie einem Vetreter/einer Vertreterin der SPD-Landtagsfraktion haben wir diskutiert, wie man in Zukunft dafür sorgen kann, dass das Antidiskriminierungsgesetz nicht nur auf dem Papier existiert, denn die juristische Lage ist schwierig und viele Betroffene wissen nicht einmal um ihr Recht. Im Anschluss an die Veranstaltung haben wir dann Flyer vor einer der betroffenen Diskotheken verteilt. Trotz später Uhrzeit und Partystimmung konnten wir dabei noch einige interessante Diskussionen führen. Insgesamt wurde unsere Aktion sehr positiv aufgenommen und wir konnten Verständnis für die Problematik schaffen.

Auch nach diesen Aktionen werden wir weiterhin in Zusammenarbeit mit den Antidiskriminierungsstellen gegen Diskriminierung vor Diskotheken und überall sonst eintreten! Denn wir stehen für ein offenes, tolerantes und multikulturelles Kiel. Neben einer erneuten Flyerverteilung ist außerdem geplant eine Runde mit den Diskothekenbetreiber in Kiel zu initiieren, in der man gemeinsam das Problem thematisiert. Weitere Infos dazu folgen demnächst.

Solltet ihr auch betroffen sein von Diskriminierung vor Diskotheken dann wendet Euch an uns oder an die Antidiskriminierungsstelle in Kiel unter ADVSH Kiel, Herr Kastens, Zum Brook 4, 24143 Kiel, Tel.: 04355-1819818, beratung@advsh.de, www.advsh.de. Außerdem gibt es bei facebook eine Gruppe, in der sich alle Betroffenen und Interessierten austauschen. Zur Gruppe geht es unter bit.ly/paXIOI.

Außerdem könnt ihr hier den Flyer selbst einsehen: